Auf den Spuren von berühmten Wissenschaftlerinnen

Der Nobelpreis für Chemie 2020

Der Nobelpreis für Chemie 2020 wurde gemeinsam an Emmanuelle Charpentier und Jennifer A. Doudna “für die Entwicklung einer Methode zum Genome Editing” verliehen.

Die Lebensprozesse von Organismen werden von Genen gesteuert, die aus Abschnitten der DNA bestehen. Im Jahr 2012 entwickelten Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier eine Methode für hochpräzise Veränderungen von Genen. Sie nutzten die Immunabwehr von Bakterien, die Viren unschädlich machen, indem sie deren DNA mit einer Art Genschere zerschneiden. Indem sie die molekularen Bestandteile der Genschere extrahierten und vereinfachten, konnten sie ein Werkzeug herstellen, mit dem sich jedes beliebige DNA-Molekül an einer bestimmten Stelle schneiden lässt. Die Genschere CRISPR/Cas9 leistet einen wesentlichen Beitrag bei neuen wissenschaftlichen Entdeckungen, der Optimierung von Nutzpflanzen und der Entwicklung neuer Waffen im Kampf gegen Krebs und Erbkrankheiten.

Quelle: https://www.nobelprize.org/prizes/chemistry/2020

Emmanuelle Marie Charpentier (* 11. Dezember 1968 in Juvisy-sur-Orge, Frankreich) ist eine französische Mikrobiologin, Genetikerin und Biochemikerin. 

Emmanuelle Charpentier studierte ab 1986 Biologie, Mikrobiologie und Genetik an der Universität Pierre und Marie Curie in Paris, wo sie 1995 für ihre Forschungsarbeiten am Institut Pasteur einen Ph.D. in Mikrobiologie erwarb.

Ab 1996 ging sie als Postdoktorandin an vier unterschiedliche Institute in den Vereinigten Staaten.

2002 wechselte sie an die Max F. Perutz Laboratories der Universität Wien und Medizinischen Universität Wien, wo sie zunächst als Gastprofessorin, ab 2004 als Assistant Professor und nach ihrer Habilitation in Mikrobiologie 2006 als Associate Professor angestellt war.

 2009 ging Charpentier an die Universität Umeå in Schweden. Hier baute sie am Laboratory for Molecular Infection Medicine Sweden MIMS eine neue Arbeitsgruppe auf und erhielt eine Professur (Associate Professor).

Von 2013 bis 2015 war Charpentier Professorin an der Medizinischen Hochschule Hannover[2] und leitete die Abteilung Regulation in Infection Biology am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Braunschweig. 2014 erhielt sie eine Alexander von Humboldt-Professur an der Medizinischen Hochschule Hannover.

2015 folgte Charpentier dem Ruf zur Direktorin der Abteilung Regulation in der Infektionsbiologie am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin. 

Seit 2018 ist sie Gründungsdirektorin der Max-Planck-Forschungsstelle für die Wissenschaft der Pathogene.

Charpentier hat zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen erhalten.

Emmanuelle Charpentier © Nobel Prize Outreach. Photo: Bernhard Ludewig

Quelle: wikipedia.org

Jennifer Doudna (* 19. Februar 1964 in Washington, D.C., USA) wuchs bei Hilo auf Hawaii auf. Sie erwarb 1985 ihren Bachelor und 1989 einen Ph.D. an der Harvard University. Als Postdoktorandin arbeitete sie an der University of Colorado. 1994 erhielt sie eine erste Professur an der Yale University (Assistant Professor) und stieg bis 2000 zu einer ordentlichen Professur auf. 2000/2001 war sie Gastprofessorin an der Harvard University, bevor sie 2003 an die University of California, Berkeley wechselte.

Doudna forscht außerdem seit 1997 für das Howard Hughes Medical Institute und ist zusätzlich seit 2003 für das Lawrence Berkeley National Laboratory tätig.

Doudna hat zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen erhalten.

Jennifer Doudna © Nobel Prize Outreach. Photo: Brittany Hosea-Small

Quelle: wikipedia.org

Polnisch-französische Physikerin und Chemikerin; zweifache Nobelpreisträgerin
Marie Curie Marie Skłodowska (* 7. 11.1867 in Warschau, Russisches Kaiserreich; † 4. Juli 1934 bei Passy, Frankreich geborene Maria Salomea Skłodowska) wuchs als fünftes und letztes Kind unter bedrückenden familiären, wirtschaftlichen und politischen Bedingungen heran. Polen wurde rücksichtslos russifiziert, der Vater verlor seine Stellung als Physiklehrer und damit auch die Wohnung. Die Familie musste in eine billigere Wohnung umziehen.

Sie verlässt die Schule als Jahrgangsbeste.

1885, mit 18 Jahren, wird sie Gouvernante, ab 1886 in einer Gutsbesitzerfamilie. Mit ihrem Lohn finanziert sie das Medizinstudium ihrer älteren Schwester und folgt ihr 1891 nach Paris, um – unterstützt nunmehr von ihr – ihr Studium zu beginnen (in Warschau wurden Frauen nicht zum Studium zugelassen). Sie führt ein isoliertes, karges und äußerst diszipliniertes Leben und erwirbt 1893 und 1894 ihre Lizenziate in Physik und Mathematik. 1894 lernt sie den acht Jahre älteren Naturwissenschaftler Pierre Curie kennen, und heiratet ihn im Juli 1895. Nunmehr gemeinsam setzen sie ihre Forschungen in ihrem Notbehelf von Laboratorium fort.

Kurz vor ihrem 30. Geburtstag gebiert Marie Curie ihre erste Tochter, Irène, die 38 Jahre später den Nobelpreis bekommen wird. Die zweite Tochter, Eve, sieben Jahre später geboren, wird Pianistin und veröffentlicht 1937 die erste Biografie ihrer Mutter, die ein Weltbestseller wird. Sie hantiert nicht beständig mit radioaktiven Substanzen – und wird fast 103 Jahre alt!

Trotz ihrer beiden Töchter spielt sich das eigentliche Leben des Ehepaars im Labor ab.

1903 erhielt sie gemeinsam mit ihrem Mann und dem Physiker Henri Becquerel den Nobelpreis für Physik für ihre Pionierarbeit bei der Entwicklung der Theorie der „Radioaktivität” – ein von ihr geprägter Begriff.

1906 kam Pierre Curie bei einem Verkehrsunfall in Paris ums Leben.

 Unter mühsamen Bedingungen entdeckt und isoliert sie zwei neue strahlende Elemente und gibt ihnen die Namen “Radium” und – in Erinnerung an Maries polnische Heimat – “Polonium”. Im Jahr 1911 erhielt Marie Curie den Nobelpreis für Chemie.

Sie war die erste Frau, die einen Nobelpreis erhielt, der erste Mensch und die einzige Frau, die den Nobelpreis zweimal gewann, und die einzige Person, die den Nobelpreis in zwei wissenschaftlichen Bereichen erhielt. Ihr Ehemann Pierre Curie war Mitpreisträger ihres ersten Nobelpreises. Damit waren sie das erste Ehepaar, das jemals einen Nobelpreis erhielt, und begründeten das Erbe der Familie Curie, die bereits fünf Nobelpreise erhalten hat. Sie war 1906 die erste Frau, die eine Professur an der Universität Paris erhielt.

Quelle: Wikipedia, fembio.org

Britische Molekularbiologin, Biophysikerin und Kristallographin
100. Geburtstag am 25. Juli 2020

Rosalind Franklin entstammte einer angesehenen Familie Englands. Sie besuchte die St Paul’s Girls’ School und schrieb sich anschließend am Newnham College ein, wo sie 1941 den zweiten Teil der Tripos in Chemie absolvierte. Während des Zweiten Weltkriegs setzte sie ab 1942 ihre Kohleforschung bei der British Coal Utilisation Research Association (BCURA) fort.

Sie promovierte 1945 in Cambridge in Physik und Chemie mit einer Studie über die Porosität von Kohlenstoffstrukturen. 1947 erhielt sie eine Stelle als Forscherin in Paris, wo sie Röntgendiffraktometrie Techniken einsetzte, um amorphe Kohlenstoffstrukturen zu bestimmen.

1950 schlug John Randall ihr vor, am King’s College in London ein Labor für Röntgenbeugung zur Untersuchung der DNA-Struktur einzurichten.  Indem sie die Feuchtigkeit der Proben genau kontrollierte, gelang es ihr, die Form B von der Form A der DNA zu unterscheiden, die seltener, aber oft in den am häufigsten beobachteten dehydrierten Proben vorkam. Da sich die DNA-Struktur mit der Feuchtigkeit veränderte, konnte sie die ersten von Maurice Wilkins aufgestellten DNA-Modelle durch James Dewey Watson widerlegen, der ebenfalls an der Universität Cambridge an der DNA-Struktur arbeitete.

Als Wissenschaftlerin leistete sie weitreichende Forschungsarbeiten zur Struktur von Kohlen und Koks als Brennstoff sowie von Viren. Ihre wichtigsten Forschungsergebnisse waren Röntgenbeugungsdiagramme der DNA und deren mathematische Analyse; sie trugen wesentlich zur Aufklärung der Doppelhelixstruktur der DNA bei. Ihr gemeinsam mit ihrem Doktoranden Raymond Gosling im April 1953 zu diesem Thema veröffentlichter Forschungsartikel erschien parallel zum Artikel von James Watson und Francis Crick zur Struktur der DNA und stimmte mit deren theoretischem Modell überein. Watson und Crick hatten für ihre Entschlüsselung der DNA, für die sie 1962 beide den Nobelpreis erhielten, Forschungsergebnisse von Franklin ohne deren Wissen und Zustimmung benutzt. Franklin erhielt dagegen für ihre Forschung keinen Nobelpreis. Sie starb vier Jahre vor der Vergabe an einer Krebserkrankung.

Quelle: Wikipedia, fembio.org

Deutsche Mathematikerin
140. Geburtstag am 23. März 2022

Emmy Noether wurde am 23. März 1882 in Erlangen geboren. Heute erinnert eine Tafel in der Erlanger Hauptstraße 23 an ihr Geburtshaus. 

Emmy Noether besuchte von 1889 bis 1897 die städtische Höhere Töchterschule, die in diesen Jahren im Lynckerschen Palais in der Friedrichstraße 35 in Erlangen untergebracht war; der Besuch eines Gymnasiums war Mädchen zu dieser Zeit in Bayern nicht erlaubt. Nach dem damaligen Lehrplan wurden an der Höheren Töchterschule nur elementare Kenntnisse in vielen Fächern vermittelt. So wurde kein Latein, keine Naturwissenschaften und nur elementare Inhalte der Mathematik unterrichtet. Eine Möglichkeit das Abitur zu erhalten gab es nicht., denn die Schulbildung endete mit der 10. Klasse.

Emmy dachte zunächst daran, Französisch und Englisch zu unterrichten. Nachdem sie die entsprechenden Prüfungen abgelegt hatte, studierte aber schließlich Mathematik an der Universität Erlangen.

Sie promovierte 1907 in Mathematik und lehrte danach an den Universitäten von Erlangen und Göttingen, während sie auch ihrer eigenen Forschung nachging.

Ihre Forschung fokussierte auf die grundlegenden Beiträge zur abstrakten Algebra und zur theoretischen Physik. Sie entdeckte das Noether-Theorem, das für die mathematische Physik von grundlegender Bedeutung ist, und wurde von Albert Einstein als die wichtigste Frau in der Geschichte der Mathematik bezeichnet.

1933 musste sie Deutschland verlassen und wanderte in die USA aus.

Heutzutage wird das Noether-Theorem in der theoretischen Physik sehr häufig verwendet. Es erklärt die grundlegende Verbindung zwischen Symmetrie und Erhaltungssätzen und gilt als ebenso wichtig wie die Relativitätstheorie.

Quelle: Wikipedia, fembio.org

Fragen : Wer ist es?

A. Wer hat 2 Nobel Preise erhalten?

e. Emmanuel Charpentier

a. Marie Curie

g. Jennifer Doudna

k. Rosalind Franklin

p. Emmy Noether

B. Wer arbeitet heutzutag am Maxplanck Institute?

d. Emmanuel Charpentier

m. Marie Curie

v. Jennifer Doudna

b. Rosalind Franklin

h. Emmy Noether

C. Wer hat ein Foto gemacht, das für die Entdeckung der DNA-Struktur entscheidend war?

i. Emmanuel Charpentier

z. Marie Curie

a. Jennifer Doudna

e. Rosalind Franklin

y. Emmy Noether

D. Wer hat zwei neue chemische Elemente entdeckt?

d. Emmanuel Charpentier

l. Marie Curie

f. Jennifer Doudna

r. Rosalind Franklin

u. Emmy Noether

E. Welcher Wissenschaftlerin war Deutsche?

j. Emmanuel Charpentier

p. Marie Curie

q. Jennifer Doudna

w. Rosalind Franklin

o. Emmy Noether

F. Wer hatte ein wichtiges Theorem über Symmetrien und physikalische Erhaltungssätze entdeckt?

a. Emmanuel Charpentier

m. Marie Curie

k. Jennifer Doudna

d. Rosalind Franklin

v. Emmy Noether

G. Wer hat den Chemie-Nobelpreis 2020 erhalten? Es gibt zwei richtige Antworten

c. Emmanuel Charpentier

p. Marie Curie

e. Jennifer Doudna

a. Rosalind Franklin

l. Emmy Noether

Geheimcode

Finde jetzt den Geheimcode, der die Vornamen und Namen der Person verrät, die den ersten Programmieralgorithmus der Geschichte entwickelte und damit zur ersten Informatikerin der Menschheit wurde.

Ersetze die Buchstaben der Frage durch den Buchstaben, der der richtigen Antwort entspricht:

ABA     DEFCDAGG

Um zur letzten Etappe des Abenteuers zu gelangen, klicke auf die richtige Münze!
Beginne beim Kompass und gehe :


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*Eine Aktivität zählt als eine Seite, auf der ihr Fragen beantwortet habt.

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